Buchungshotline: 06591 / 949 987 00
Bistrowagen AKE-RHEINGOLD ©AKE Archiv
Bistrowagen AKE-RHEINGOLD ©AKE Archiv
Bistrowagen AKE-RHEINGOLD ©AKE Archiv
Bistrowagen AKE-RHEINGOLD ©AKE Archiv

Der Bistrowagen und seine Geschichte

Informationen zum ARkimbz 262.7 – Wagennummer: 61 80 85-91 712-7

Dem Fahrzeug ist seine Herkunft kaum mehr anzumerken. Es wurde 1971 von der Deutschen Waggon- und Maschinenbau AG (später Waggon-Union) in 
Berlin-Borsigwalde als Schnellzugwagen mit fünf Abteilen 1. Klasse und sechs Abteilen 2. Klasse gebaut, hatte eine Lackierung in den in diesem Jahr versuchsweise eingeführten „Pop-Farben“ kieselgrau/orange und war bereits für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zugelassen. Mit der Wagennummer 51 80 31-70 149-4 wurde es am 02.04.1971 von der DB abgenommen und in München beheimatet. Unser „Poppy“ lief von dort dann überwiegend in den Tages- und Nachtschnellzügen nach Dortmund.

Doch der farbenfrohe Anstrich hatte keinen langen Bestand, bereits 1974 wurde das neue Farbschema in elfenbein/ozeanblau eingeführt, ab November 1977 trug dann auch unser Wagen diese Farben. Sein Einsatzgebiet änderte sich dadurch wenig, er war weiterhin von München und zeitweise Freilassing im Schnellzugdienst eingesetzt. Da er beide Wagenklassen vereinte, war er ideal für die damals noch zahlreich bestehenden Kurswagenverbindungen.

1988 führte die DB das Zugsystem „InterRegio“ ein, das die noch bestehenden D-Züge ablösen und unterhalb des ICE- und IC-Netzes Regionen und mittelgroße Städte an das Fernverkehrsnetz anbinden sollte. Gemischtklassige Wagen waren im InterRegio nicht vorgesehen, doch es sollte auch in diesen Zügen ein gastronomisches Angebot geben, hierfür fiel die Wahl auf die in großer Zahl vorhandenen kombinierten 1./2. Klasse-Wagen.

So wurde auch unser Fahrzeug von April 1988 bis Mai 1989 in einen Bistro-Café-Wagen umgebaut. Aus dem 2. Klasse-Teil entstand ein ansprechendes Bistro, farblich gehalten in den Pastelltönen rosa und mint, der weiterhin vorhandene 1. Klasse-Teil erhielt eine kombinierte Abteil- und Großraumausstattung sowie einen Rollstuhlstellplatz, einen dafür verbreiterten Seitengang und ein behindertengerechtes WC.

Fahrgast- und Wirtschaftsräume wurden mit einer Klimaanlage ausgestattet, die auf der vorhandenen Warmwasserheizung basierte und mit einem Luftbehandlungsgerät und einem Kälte-
teil erweitert wurde. Der Außenanstrich war in weiß und fernblau mit einem pastellblauen Absetzstreifen gehalten. Beheimatet war das Fahrzeug fortan in Hamburg mit Einsätzen auf der IR-Linie (Flensburg-) Hamburg-Kassel-Konstanz. Die elektrische Ausrüstung ließ zunächst nur ein Verkehren in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu, wurde aber 1994 für Einsätze in allen vier europäischen Bahnstromnetzen angepasst.

Ab 2002 wurden die InterRegios weitgehend abgeschafft und in das verbliebene Intercity-Netz integriert. Bereits im August 2001 erhielt unser Wagen dafür das ICE-Farbkleid und lief danach als Bordbistro in IC-Zügen in ganz Deutschland, aufgrund seiner Mehrspannungs-fähigkeit auch in EC-Zügen in das Ausland. Die Inneneinrichtung wurde zu diesem Zeitpunkt farblich neugestaltet, die 1. Klasse erhielt Sitzbezüge in himbeerrot, das Bistro blaue Polster.

Im Oktober 2020 wurde der Wagen nach fast 50 Jahren ausgemustert und dann zum Verkauf angeboten. So konnte die AKE-Eisenbahntouristik ein Jahr später das Fahrzeug erwerben. Nach technischer Aufarbeitung und Neulackierung in den TEE-Farben verstärkt es nun den Wagenpark des AKE-Rheingold.

Wir freuen uns, Ihnen mit dem Bistro einen 
weiteren geselligen Treffpunkt in unserem Zug anbieten zu können. Genießen Sie in entspannter Atmosphäre eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein und lassen Sie bei guter Aussicht die Landschaft an sich vorbeiziehen.

Bistrowagen-Kasten